Atem

Vom Alkohol getränkte Luft,

wie flüssig Nebel, Straßenlicht,

im gold'nen Vorhang leis' berauscht

vom süßen Gift, das Schlaf verspricht.

 

Nur hundert Schritte bis zur Tür,

die Beine taub, verschwomm'ne Sicht,

ich taumle vorwärts, fast geschafft,

hab keine Angst, das Licht erlischt.

 

Ein kalter Wind, die Blätter wild,

die Tropfen nass auf dem Asphalt,

ein Klopfen dunkel mit mir spricht,

als Schritte durch die Lüfte schallt.

 

Mein Herze rast, der Atem kalt,

hab keine Angst, die Füße schwer,

die müden Beine wollen kaum,

die dunklen Schritte kommen näher.

 

Ich dreh mich um, die Welt um mich,

vergeblich suchend, Dunkelheit,

ein kleines Stück, bin gleich zuhaus,

nicht stehen bleiben, Angst, die schreit.

 

Ich spür' den Atem, kalter Wind,

im Nacken kalt, ein Hauchen nur,

die Blätter rascheln, Tonne fällt

und an der Tür 'ne blut'ge Spur.

 

Die Finger zittern, wollen nicht,

die Schritte hallen hinter mir,

der Nebel hüllt mich weiter ein

und näher kommt das Ungetier.

 

So hilft mir irgendjemand, bitte,

nein, bitte, lass mich doch in Ruh',

dann endlich passt der Schlüssel doch,

ich schlag' die Haustür zitternd zu.

 

© Dark Xperience

 

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