Das Tor

Nur einen Katzensprung vom Rand,

versteckt im grauen Alltagskleid,

da liegt das Tor zu einem Land,

seit Anbeginn der Menschlichkeit.

 

Doch wir vergessen diesen Ort,

die Zeit gelöscht wie Geisterwesen,

wir altern uns den Eingang fort,

als wär'n wir niemals dort gewesen.

 

Wir brauchen dieses Tor nicht mehr,

sind schließlich reif und groß geworden,

doch fühl'n uns manchmal innen leer,

als wär ein Teil von uns gestorben.

 

Doch ist es gleich was wir versuchen,

wir stecken fest im Augenblick,

da hilft kein Weinen, kein Verfluchen,

es gibt nun keinen Weg zurück.

 

Wir können uns're Zeit nicht drehen,

nicht stoppen oder frei entscheiden,

das Leben muss stets weiter gehen,

ob wir nun lachen oder leiden.

 

Doch hab das Tor ich neu gefunden,

ich fand zurück in diese Welt,

wo süß mit Farben wird gesungen,

am Regenbogenhimmelszelt.

 

In dieser Welt wärmt kaltes Feuer,

die Tiere sind aus Schokolade,

es gibt dort gelbe Plüschgeheuer

und Sterne voller Marmelade.

 

So schwebt die Welt im Farbgewand,

wenn leis' durch dieses Tor ich blicke.

Wo dieses Tor ich wiederfand ?

Ich fand's im Kopfe meiner Zicke.

 

© Dark Xperience

 

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