Der arme Poet

Da liegt er nun, der arme Poet,

und hat sein Leben ausgelebt.

 

Umsonst gehofft, dass irgendwann

er von der Muse leben kann.

 

Doch aus der Traum vom schönen Geld,

oh, lebe wohl, du schnöde Welt.

 

Verhungert ist er trotz der Worte.

(Sie waren von der süßen Sorte.)

 

Was nutzte ihm sein süßer Rachen,

wenn seine Träume niemals lachten?

 

Sie wollt'n nicht in Erfüllung gehen,

so sollt' sein Stern stets untergehen.

 

Der Arme wurde dünn und dünner,

zunächst ein Fädchen, bald nur Schimmer.

 

Die Zeit verging, die Hoffnung starb,

drum liegt er jetzt im kalten Sarg.

 

Wir trauern heut' um uns'ren Freund,

um seine Träume ungeträumt.

 

Um Worte, die nun ewig schlafen,

es nicht mehr aufs Papiere schaffen.

 

Die ungeschrieben sich stattdessen

mit toten Dichterfürsten messen.

 

Drum fasset euch an euren Händen

und lasst uns seinen Traum vollenden.

 

Im Namen aller armen Dichter

entzünden wir die Hoffnungslichter.

 

Denn uns're Stimmen soll'n erklingen,

die Worte zu den Herzen bringen.

 

Bis uns're Träume irgendwann

erklingen wie der Vogelsang.

 

So laut bis selbst das Himmelszelt

die Worte trägt hinaus zur Welt.

 

So rein und zart und endlos weit,

dem Phoenix gleich im Feuerkleid.

 

Der selbst am Ende seiner Zeit

doch wieder aus der Asche steigt.

 

© Dark Xperience

 

Was sagt ihr: Ist Poesie überhaupt noch zeitgemäß?

Schreibt mir eure Meinung dazu in die Kommentare. ;)

Wenn dir mein Gedicht gefallen hat, würde ich mich über

eine kleine Spende von 0,99 € freuen. Vielen Dank. :)

(Sie werden zu PayPal weitergeleitet.)


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    kalle sechs (Donnerstag, 19 März 2015 15:26)

    Danke für dein Gedicht Alex.
    Ich lasse dir einige Zeilen hier, hoffe es stört dich nicht.
    Kannst du ja wieder löschen.

    Der ARME POET, es wohl nicht verstand,
    Schrieb stets von seinen Gefühlen.
    Der Worte Wirkung, er in sich nur fand
    ohne Andere aufzuwühlen

    Um von seinen Texten zu leben,
    Poetisches wird meist abgetan,
    vermag er auch Seele zu geben
    in so schmerzvoll Zeilen hingetan

    Verbleibt - kein Ertrag, was er gelebt.
    Dies Drangsal trifft ihn nicht allein
    Maler, Autor, Steinmetz’ s Marmor bebt
    Nur wenig’ haben Erfolg gemein

    Meist darben sie bis an das Ende
    Zukunftsglaube bis in das Grab
    nie lagen im Schoss ihre Hände
    bis hoffnungsvoll, man arm verstarb

    © kalle sechs

  • #2

    Dark Xperience (Samstag, 21 März 2015 16:05)

    Ich danke dir für deinen poetischen Antwort-Beitrag. Schön zu lesen, wie sich andere mit dem selben Thema beschäftigen :)