Engel des Todes

Als Engel des Todes

verkleid' ich mich heute

und misch mich verborgen

hier unter die Leute.

Sie werden mich sehen,

doch niemals erkennen,

denn trag' ich die Maske,

die Unschuld sie nennen,

vertrauen die Menschen

als wären sie Blinde,

gebor'n um zu sterben,

wie Blätter im Winde.

 

Doch frage ich freundlich:

"Wie willst du jetzt sterben?",

dann starr'n sie erschrocken

und brechen in Scherben.

Wenn sie dann erbleichen,

vorm Tode zerbrechen,

mit Tränen und Angstschweiß

mir alles versprechen,

dann werde ich sagen:

"Zu spät, viel zu spät!

Du hast doch genügend

an Zeit hier verlebt!"

 

Dann kommt die Erkenntnis,

das wurde vergessen,

das Leben besteht nicht

aus Scheißen und Fressen.

Es ist nicht nur Atmen

und Arbeit und Kohle,

allein nicht das Vögeln

und stets Rumgehure.

Doch gleich, wie sie flehen

und betteln und fragen,

ich werde sie trotzdem

zu Grabe dann tragen.

 

© Dark Xperience

 

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