Götterkrieg (Ein Schöpfungsmythos)

Es begab sich zu jener Epoche,

als die Götter noch über die Tiefen

und Gezeiten des Nichts und der Leere

und all ihren Gefährten regierten.

 

Denn in dieser Epoche erschufen

sie gemeinsam den Kristall des Lebens,

der ein Relikt mit sagenumwob'nen,

unvorstellbaren Kräften darstellte.

 

Doch bedurfte es keiner Äonen,

bis ein Streit um die Herrschaft des Kristalls

und der damit verbundenen Mächte

bei den Göttern und Gottgleichen ausbrach.

 

Denn wer immer auch diesen in Händen

und somit als sein Eigentum hielt, wer

ihn beherrschte, so sagt die Geschichte,

ja, der wurde zum Gott aller Götter.

 

Es entbrannte ein Krieg unter ihnen,

in dem tausend gefallene Götter

die gestaltlose Essenz des Lebens

in die Tiefen der Ewigkeit hauchten.

 

So entstanden die ersten Gebilde,

die im Laufe der Zeit zu dem Nebel,

zu dem Ursprung des Universums, wie

wir es heute wohl kennen, verschmolzen.

 

Doch erst als nur die Stärksten der Götter

noch am Leben, es waren nur sieben,

und bereit dazu waren zu reden,

erst dann kehrte die Stille zurück.

 

Sie erkannten wie dumm und vernichtend

sie gehandelt doch hatten, wie töricht

ihr Verlangen nach Macht und Beherrschung

letzen Endes doch war und sie weinten.

 

Ja, sie weinten um ihre Geschwister,

die im Kriege ihr Leben gelassen

und zu Asche und Staube zerfielen,

so als hätten sie niemals gelebt.

 

Sie versprachen einander nie wieder

zu bekriegen und schufen ein Denkmal,

um die Brüder und Schwestern zu ehren

und um ihren Schwur nie zu vergessen.

 

Und dann legten sie alle zusammen

diese Quelle des Krieges, den Kristall,

in die Mitte des Staubes und brachen

ihn in seine fünf einstigen Teile.

 

Und der Kristall zerbrach und zersprang und

ein verschlingendes Lichte durchdrang die

letzten Götter und zerrte die Essenz

unvergänglichen Lebens aus ihnen.

 

So entstanden der Raum und die Zeit selbst

und sie brachten das Licht auf die Reise,

auf dass es sich im ganzen bekannten

und erwachenden Weltall verbreite.

 

Mit ihm reisten die gelben Gefühle

und sie ließen sich gleißend und lodernd

in den Spähren der Ewigkeit nieder,

um als Sterne die Nacht zu erhellen.

 

Dann erschienen die roten Gefühle

und sie formten die Kugeln, auf denen

sich die blauen Gefühle, als Grundstein

der Lebendigkeit, festsetzen konnten.

 

Und als letztes erreichten die grünen,

die Gefühle des Lebens, die Sphären

der Gebilde und gaben den Kugeln

das Geschenk, das wir Existenz nennen.

 

Nur die fünften Gefühle, der Äther,

dieser Funke des göttlichen Lichtes,

der bekam seinen Platz in den Herzen

der Geschöpfe, um Liebe zu spüren.

 

 

Das ist alles schon lange vergangen,

doch manchmal kann man diese Gefühle

noch in Augen und Seele von guten

und besonderen Menschen entdecken.

 

Und dann leuchten die Funken und zeigen

dem Betrachter das Denkmal der Götter,

dass nie wieder ein Bruder die Hände

gegen seine Geschwister erhebt.

 

© Dark Xperience

 

Was glaubt ihr: Was war vor dem Urknall?

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