Lass mich sterben…

Wieder und wieder die tägliche Scheiße,

immer und ständig der gleicherlei Schund.

Warum zur Hölle, sag, sollte ich bleiben?

Nenn' mir nur einen vernünftigen Grund!

 

Habe es satt in der Nacht zu versinken,

hab die verdammten Gedanken so satt,

ständig und stets in Gedanken ertrinken,

weil man an nichts mehr Gefallen noch hat.

 

Bin es so leid, mit mir selber zu kämpfen,

bin es so leid, jeden Tag zu verlieren,

ständig alleine, sich selber verletzen,

täglich verbrennen und zeitgleich erfrieren.

 

Dieses Gefühl als ob tausende Sonnen

meine Erscheinung im Inner'n verbrennen,

während zig Stürme aus Schnee zu mir kommen,

um den Verstand von der Seele zu trennen.

 

Kraftlos am Boden, geschafft von der Welt,

kämpfen ist sinnlos und alles tut weh,

weiß nicht, was lebend mich überhaupt hält,

schließlich ist alles so taub durch den Schnee.

 

Wirst es mit Sicherheit niemals verstehen,

schüttle und schlag mich und schrei' mich doch an,

eigentlich muss ich bloß wieder aufstehen,

was ich zwar will, doch zur Stunde nicht kann.

 

Lass mich doch bitte 'ne zeitlang hier liegen,

während ich darbe im endlosen Schmerz.

Kannst es am Ende zurück von mir kriegen,

dieses zernarbte und blutende Herz.

 

Geh und verschwinde doch endlich von hier,

bitte, so lass mich doch endlich allein!

Lass mich hier sterben, erlös' mich von mir,

hab nicht die Kraft, um noch länger zu wein'n…

 

© Dark Xperience

 

Mein Gedicht soll keine Aufforderung zum Suizid sein, sondern viel mehr die Leere und Hoffnungslosigkeit in Worte fassen, die einen befällt, wenn man unter Depressionen leidet.

Die Aussage "Lass mich sterben." ist in diesem Fall gleichzusetzen mit "Lass mich schlafen."

und soll lediglich den Wunsch ausdrücken, endlich Ruhe vor dem ganzen Mist zu haben.

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