Schlafende Stadt

Eine Nacht im Sternenschein,

alle Straßen schneebedeckt,

sanftes Dunkel hüllt mich ein,

habe mich in ihm versteckt.

 

Wand're ohne Ziel hinaus,

einsam durch die kalte Stadt,

atme Wölkchen dabei aus,

Fingerspitzen sind schon matt.

 

Finsternis ist mein Begleiter,

bin ansonsten ganz allein,

fühl' mich wie ein stummer Reiter

im Laternen-Winterschein.

 

Ab und zu erglimmt ein Licht

hinter halb verschloss'nen Läden,

eins erlesen, and're schlicht,

um Geborgenheit zu geben.

 

Manchmal höre ich Sie lachen

oder kindisch kichernd schrei'n.

Warum sollt' auch ich das machen?

Bin doch sowieso allein.

 

Wie ich mich wohl fühlen würde,

wenn jetzt jemand bei mir wär'?

Doch ich trage diese Bürde

und mein Herz wird kalt und schwer.

 

Wär'n die Tränen nicht aus Eis,

könnten sie zu Boden gehen,

unauffällig fall'n ins Weiß,

wo sie niemand kann mehr sehen.

 

Es verstummen all die Stimmen,

lassen letztlich mich allein.

Lichter schwinden und verglimmen

und die Stadt schläft langsam ein.

 

© Dark Xperience

 

Gibt es noch Menschen, die gern nachts allein im Schnee spazieren gehen?

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