Trümmer

Wenn meine Tränen zu hart sind, um zu versiegen

und meine Träume in Schutt und Asche liegen,

wenn die Gedanken mich tückisch niederreißen

und dämonengleich in meinem Schädel kreisen,

wenn sie mich heulend mit ihren Stimmen quälen

und mir lachend die letzten Hoffnungen stehlen,

wenn sie mich packen, schleudern und schlagen

und meine letzten Kräfte stolz zu Grabe tragen,

wenn sie böse grinsend ins Gesicht mir spucken

und ich vergebens versuche mich wegzuducken,

wenn sie mich peitschen, kratzen und zerbeißen

und alles, was ich bin, brutal auseinander reißen,

ja, dann kann ich nicht mehr widerstehen,

ja, dann will ich die Welt in Flammen sehen,

will sie lachend im klebrigen Öle ertränken,

ihnen das Geschenk des Feuers schenken,

will mit dem großen Hammer aus Lavagestein

die ganze Welt in Grund und Boden schreien,

will Berge zertrümmern und Meere sprengen,

das Leben am nächsten Baum aufhängen,

will toben und morden, als wär' ich von Sinnen,

den Verstand verlieren, den Wahnsinn gewinnen,

bis der ganze Planet in dem Schmerz verbrennt,

der wie ein Geschwür in meinem Innern hängt,

und wenn nichts mehr ist, was einst gewesen

und Menschen, Tiere und Pflanzen verwesen,

wenn die Meere nur noch tote Wüsten sind

und nur schwarzer Wind schaurig erklingt,

wenn Feuerstürme über die Länder fliegen

und rauchende Trümmer am Boden liegen,

wenn der Tag so schwarz ist, wie die Nacht

und nur der Wahn in meinem Herzen lacht,

wenn all' das in meinem Kopf geschieht,

es nur noch Hass und Zweifel in mir gibt,

dann will ich wie diese Erde werden

und in meinem Schädel mit ihr sterben.


© Dark Xperience


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