Wir lagen am Strand

Wir lagen am Strand,

sie lag auf mir,

und sahen uns tief in die Augen,

während der warme Wind,

der vom Meer herüber zog

und die kleinen Sandkörner,

die bis eben noch friedlich

nebeneinander gelegen hatten,

neckisch in die Dünen schubste

und über unsere Körper floss.


Wir lagen am Strand,

sie schloss ihre Augen,

und ihre weichen Lippen,

die nach Aprikosen schmeckten,

berührten meinen Mund,

so zaghaft und sinnlich,

dass ich für einen Moment

das Gefühl hatte,

die Zeit selbst würde sich

im Augenblick verlieren.


Wir lagen am Strand,

ich lag auf ihr,

während wir uns küssten

und die Sonne heiß

das Feuer der Leidenschaft

unter der Haut entzündete,

ein Feuerwerk

ungestümer,

heißer

Atemluft.


Wir lagen am Strand,

gemeinsam,

nie gesucht,

doch gefunden,

verschmolzen,

vereint

im Rauschen

der Wellen,

die leise plätschernd

den Rhythmus bestimmten.


Wir lagen am Strand,

und hielten uns fest,

die Leiber eng umschlungen

die Augen geschlossen,

schwer atmend, doch glücklich,

mit klopfenden Herzen

und Schweiß auf der Haut,

den der Wind beinah zärtlich

über den zitternden Leib

in Richtung Sonne schob.


Wir lagen am Strand,

sie lag bei mir,

ihr Kopf auf meiner Schulter,

während die Sonne glühend 

im Meer der Erinnerungen versank

und den Abendhimmel leise

mit brennenden Farben

zum Schweigen brachte,

bis uns die Nacht schlussendlich

mit einem schwarzen Tuch bedeckte.

 

© Dark Xperience


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