Der Wanderer (Teil 2) - Clavis Story

Mit nervösen Fingern hebt der Wanderer die silberne Karte vom Boden und obgleich ein milder Wind vom Balkon herein weht, bricht kalter Schweiß auf seiner Stirn aus. Ein einzelner Gedanke bahnt sich seinen Weg durch die Synapsen. "Was, wenn es doch nicht nur Traum gewesen ist?", flüstert er leise und wirft die schicksalshafte Botschaft in die glimmenden Asche des Kamins, wo sie langsam zu Staub zerfällt. "Komm wieder ins Bett." ruft eine der beiden Dirnen lüstern, während sie ihre Glieder in den weißen Laken dehnt und streckt, doch ist sie wieder in den alkoholgeschwängerten Schlummer gesunken, noch ehe er das Bett erreichen kann. Er legt sich zu seinen zwei Gespielinnen, doch Schlaf findet er keinen mehr. Immer und immer wieder kehren seine Gedanken zu der grauen Hexe in seinem Traum zurück und den Worten, die sie zu ihm sprach.

 

„Dein Schicksal wird sich erfüllen und dein Wunsch wird Dir gewehrt werden, aber bedenke, dass deine Seele nun mir gehört.“

 

War all das wirklich geschehen oder hatte ihm der Alkohol so sehr zugesetzt, dass er angefangen hatte zu halluzinieren?

 

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Die Sonne steht bereits hoch am vormittäglichen Himmelszelt, als er wieder aus dem Schlaf erwacht, den der Geist des Alkohols ihm beschert hatte. Irritiert und verwirrt blickt er sich in seinem Zimmer um. Nicht nur, dass seine zwei Gespielinnen verschwunden sind und er nun mehr allein im Bett liegt, auch die schwere metallene Eingangstür war einer kleinen hölzernen Pforte mit rostigem Schloss gewichen. Schwerfällig erhebt sich der Verkaterte, wirft sich seine Kleidung über und weckt seinen gefiederten Freund. „Samuel, wach auf.“ spricht er schroff und die Krähe antwortet ihm schlaftrunken: „Kann man nicht einmal in Ruhe schlafen?“ „Dazu bleibt keine Zeit, mein Freund. Wir müssen die graue Hexe finden.“ Die Worte des Wanderers zeigen Wirkung und schlagartig öffnet Samuel die Augen. „Großartig. Und ich hatte schon gehofft, dass es nur ein sehr schlechter Traum gewesen ist, so wie das nervige Gekreische deiner Dirnen letzte Nacht.“ „Ich wünschte, es wäre so, aber da wir beide scheinbar das Gleiche geträumt haben, haben wir nun ein Problem:“ Die Krähe springt auf den Arm, den der Wanderer ihr hinhält. „Ja, scheinbar hat das schrille Gekreische  es vollbracht, dass sich unsere Zimmertür verwandelt hat. Du solltest ganz eindeutig mit weniger Hexen schlafen.“ Und die alte Krähe lässt wieder das Krächzen erklingen, das er mittlerweile als ihr schmutziges Lachen erkennt. Er geht nicht weiter auf den zynischen Kommentar seines Freundes ein, schluckt den Kloß herunter, der sich schwer drückend in seiner Kehle breit gemacht hat, öffnet die Tür und sie gehen gemeinsam durch die hölzerne Pforte. Für einen winzigen Augenblick raubt ein extrem helles Licht ihnen beide die Sicht, bevor sie wieder klar sehen können und realisieren, dass sie sich erneut in einem Wald befinden.

 

„Oh.“ Mehr fällt dem Wanderer im ersten Moment nicht ein, so sehr überrascht ihn dieser Anblick, doch sein geflügelter Freund bringt beider Gedanken mit nur einem gekrächzten Satz auf den Punkt: „Nicht schon wieder ein Wald.“ Doch dem ungleichen Paar wird nach ein einigen Momenten im Schock bewusst, dass sie sich nicht im Wald des Todes befinden. Nichts bedrohliches oder gar unheimliches lag in der Luft. Stattdessen haben sie das Gefühl, als seien sie nach langer Suche endlich wieder nach Hause zurückgekehrt. Hoch und saftig steht das weiche Gras und schmiegt sich an die nussfarbenen Stämme der Bäume, deren Kronen unter dem Sonnenlicht funkeln. Ein feiner Nebelschleier steigt aus den Gräsern empor und verbreitet eine angenehme und ruhige Wohlfühlatmosphäre. Und auch Samuel, der es sich mittlerweile wieder auf der Schulter des Wanderers gemütlich gemacht hat, genießt schweigend die Schönheit dieses Ortes.

 

So gehen sie still durch den unwirklich scheinenden Wald, bis sie zu einer Lichtung gelangen, die sie noch mehr erstaunt, als die ohnehin schon seltsam vertraute Umgebung, denn überall auf dieser Lichtung befinden sich solche Holztüren, wie jene, durch die sie diesen Ort betreten haben. Misstrauisch lässt der Wanderer seinen Blick über diesen Ort gleiten, so als wittere er Gefahr und weist seinen gefiederten Begleiter an, sich die ganze Situation einmal von oben anzusehen. Majestätisch schwingt sich die Krähe in die Lüfte und verschwindet nur zwei Flügelschläge später in den pastellgrünen Wipfeln.

 

Nach einer Weile stößt Samuel wieder zu dem Wanderer und spricht: „Es scheint alles in Ordnung zu sein. Also zumindest sind mir keine menschenfressenden Bäume oder so begegnet...“ Und nach einem kurzen Moment des Schweigens fügt er noch sarkastisch hinzu: „...oder schleimige Schlingpflanzen, die mir Hals oder Schnabel zudrücken könnten.“ Der Wanderer meint ein wütendes Funkeln in den Augen seines Freundes zu erkennen. Scheinbar hat er das Lachen nicht vergessen, dass ihm hämisch entfahren war, als die Hexe seinem Begleiter den vorlauten Schnabel zugebunden hatte. Ohne auf den bissigen Kommentar seinen Freundes einzugehen, laufen sie weiter durch den Wald, als der Wanderer unerwartet ausrutscht und hart auf seinem Hinterteil landet. Instinktiv ergreift die Krähe die Flucht, noch während jener am Fallen ist und nun ist es Samuel, der sein hämisch gekrächztes Gelächter erklingen lässt.  Erbost will der schwarz Vermummte ein paar Flüche in dessen Richtung ausstoßen, als sein Blick auf das Objekt fällt, dass ihn zu Fall gebracht hat. Abermals tritt kalter Schweiß auf seine Stirn, als er vorsichtig nach der silbernen Karte greift, die zu seinen Füßen liegt. Sein Herz rast wie wild in seiner Brust, als er die Karte herumdreht und in sein eigenes Antlitz blickt. Und mit großen Lettern steht darunter VIATOR geschrieben.

 

Fluchend schmeißt er die Karte fort und rappelt sich wieder auf. Die schwarze Krähe nimmt wieder Platz auf seiner Schulter und spottet: „Was ist los? Hast du ein Gespenst gesehen?“ „So in etwas.“ gibt der Wanderer schwer atmend zurück. Er wendet sich von der verfluchten Tarotkarte ab und läuft in die entgegen gesetzte Richtung, als plötzlich eine der hölzernen Türen wie aus dem Nichts vor ihnen auftaucht. Abrupt bremst der Maskierte seinen Lauf und auch die Krähe auf seiner Schulter muss mit den Flügeln schlagen, um ihr Gleichgewicht halten zu können. „Na Klasse.“ flucht der Vermummte ärgerlich: „Erst eine Karte und jetzt eine Tür. Bin schon gespannt, was als nächstes kommt.“ Zu seiner Verwunderung hält Samuel den Schnabel und krächzt kein einziges Wort als Antwort. Er starrt nur auf die Tür und scheint abwesend zu sein. Ohne noch länger zu überlegen, ergreift der Wanderer den Knauf der Pforte und öffnet sie. Erst jetzt erwacht die Krähe aus ihrem Tagtraum und versucht noch mit einem „Nicht die Tür öffnen!“ das Schlimmste zu verhindern, aber es ist bereits zu spät und beide werden von einem magischen Lichtstrudel in die Tür hinein gezogen.

 

Wie schon bei der vorherigen Tür werden sie von einem Licht geblendet, dass erst nach einem kurzem Moment erlischt. Unsanft wird der Wanderer von einem Jungen in seltsamer Kleidung angerempelt. Der Bube schaut ihn erstaunt an und läuft dann unbeirrt weiter, während er ruft: "Kommen sie und kaufen sie die neuste Ausgabe der London Times! Extrablatt, Extrablatt!" Von seinem Schock befreit, schaut sich der schwarze Wanderer in der Gegend um. Meterhohe, seltsame Gebäude und Menschen in noch seltsameren Gewändern drängen sich in Scharren auf den steinernen Straßen, während Dutzende Fuhrwerke an ihnen vorbei fahren. Er will gerade das Wort an Samuel richten, als ein Pfeifen hinter ihm die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Er blickt in die Richtung, aus der der Pfiff erklang und sieht einen schnurrbärtigen Mann, der in einer Art Uniform und mit erhobenem Knüppel auf ihn zu gestürmt kommt. Wie im Reflex rennt er davon, dicht gefolgt von seiner Krähe und biegt in die nächste Seitengasse ein, an dessen Ende sich bereits eine weitere Tür wie von Geisterhand öffnet. Der Verhüllte springt ohne zu zögern hinein, dreht sich noch im Fluge, um zu sehen, ob ihm sein Freund gefolgt ist und als auch jener die magische Pforte passiert hat, fällt die Tür wieder ins Schloss und verschwindet im Nichts.

 

Der schwarze Wanderer rappelt sich wieder auf und klopft sich den Staub von der Kleidung. Der Flügelträger landet auf seinem angestammten Platz und krächzt: „Was in aller Welt war das eben?“ Doch sein Weggefährte findet nicht die richtigen Worte, seine Gedanken drehen sich im Kreis und erst nach einigen Minuten, in denen er sich sammeln muss, antwortet er: „Ich weiß es nicht. Das war einfach nur verrückt.“ 

 

Als wären sie eben erst aus einem schlechten Traum erwacht, sehen sie sich um und stellen zu ihrer Verwunderung fest, dass sie sich wieder in den Wäldern befinden. Seufzend sinkt der Wanderer zusammen und lässt sich in dem weichen Gras nieder. „Ich hab keine Lust mehr auf diesen Mist. Ich gehe jetzt keinen Schritt weiter!“ schimpft er fluchend und Samuel stimmt ihm krächzend zu, als sich plötzlich eine weitere Tür genau vor den Beiden aus dem Nichts manifestiert. „Lauf weg, bevor wir in die nächste Hölle geraten!“ krächzt Samuel geistesgegenwärtig. Das lässt sich der schwarz Verhüllte nicht zweimal sagen. Er springt auf und will den Abstand zwischen sich und der magischen Pforte möglichst schnell vergrößern, als sie auch schon aufspringt und ihr weißes Licht herausströmt. Doch anstatt hinein gezogen zu werden, tritt eine junge Frau mit rotem Haar aus der Tür. Überrascht und fasziniert von ihrem Anblick bleibt der Wanderer wie angewurzelt stehen.

 

Die rothaarige Schönheit schaut ihn mit einem belustigten Grinsen an. „Willkommen, Wanderer. Willkommen im ewigen Wald der Erinnerungen.“ Ein Krächzen, ähnlich dem seines Gefährten, pflichtet ihren Worten bei. Jetzt, wo der grelle Schein der magischen Pforte nachgelassen hat, kann er die schwarze Krähe erkennen, die auf ihrer Schulter sitzt und ihn anstarrt. Dies entgeht auch dem schwarz-geflügelten Begleiter nicht und er krächzt heiser: „Das ist ja mal wieder typisch Mensch. Sobald sie etwas sehen, was sie nicht begreifen, verschlägt es ihnen die Sprache.“ Und wie schon Samuel zuvor entweicht auch dieser Krähe spöttisch krächzendes Gelächter. „Pura, sei bitte lieb zu unserem verwirrten Besucher.“ Dabei streichelt die Rothaarige der Krähe zärtlich über das strahlend schwarze Gefieder. 

 

Endlich findet der Wanderer seine Stimme wieder. „Den Namen eures vorlauten Gefährten habe ich ja nun schon vernommen, aber wer seid ihr, schöne Frau?“ „Mein Name ist Clavis und ich bin die Hüterin dieses heiligen Ortes.“ antwortet ihm die Schöne mit lieblicher Stimme. „Und mein Gefährte ist eigentlich eine Gefährtin und hört meistens auf den Namen Pura. Also zumindest, wenn sie nicht gerade herumzickt. Nicht wahr, Pura?“ Beleidigt dreht die Krähe ihren Schnabel zur Seite. „Es freut mich außerordentlich eure Bekanntschaft zumachen.“ spricht der Maskierte, verbeugt sich galant und haucht ihr einen Kuss auf die Hand. Dabei bemerkt er einen schweren Schlüsselbund an ihrer Hüfte, doch sein neugieriger Blick bleibt auch Clavis nicht verborgen. „Das sind die Schlüssel zu den Türen der Erinnerung.“ Der Wanderer erhebt sich und fragt verdutzt: „Von welchen Erinnerungen redet ihr?“ Die rothaarige Schönheit lächelt geheimnisvoll und kichert. „Von den Erinnerungen der Krähen.“ Dann zwinkert sie ihm zu. 

 

Nun traut auch Samuel sich zurück auf die Schulter seines Freundes und will seinen Senf dazu geben: „Was für ein Blö...“, doch der Wanderer hält ihm den Schnabel zu und gibt ihm mit einem Kopfschütteln zu verstehen, dass es dieses Mal wohl besser ist zu schweigen. Clavis lacht laut auf und grinst von einem Ohr zum anderen. „Dein Begleiter scheint meiner Pura sehr zu ähneln. Die Beiden würden sich sicherlich gut verstehen.“, was die schwarz Gefiederte lediglich mit einem wütenden Krächzer kommentiert. „Aber wie dem auch sei, es geht um etwas gänzlich anderes und zwar die graue Hexe beziehungsweise um den Wunsch, den du geäußert hast.“

 

Erneut drückt ein fetter Kloß in seiner Kehle, den er schwer herunterschlucken muss. Jetzt hatte er die Gewissheit, dass das alles wirklich nicht nur ein Traum gewesen war. „Aber was war denn so schlimm an meinem Wunsch? Ich hatte mir doch lediglich gewünscht, nicht mehr in dieser Welt verweilen zu müssen.“ „Was?“ krächzt der Geflügelte auf seiner Schulter empört: „Warum wünschst du dir denn so etwas?“ Und der Wanderer sieht in die Leere und flüstert traurig: „Ich wollte wieder bei ihr sein...“

 

Bevor Samuel ihm antworten kann, ergreift Clavis wieder das Wort: „Dein Wunsch ist furchtbar egoistisch. Du würdest einfach deinen Freund zurück lassen, aber gut, darüber möchte ich jetzt nicht mit dir diskutieren. Schlimmer als dein Wunsch ist die Tatsache, dass du mit ihm ein Tor geöffnet hast.“ „Ein Tor? Was für ein Tor?“ „Ein Tor zu dieser Welt und ich weiß nicht, warum das so ist, doch das sollten wir so schnell wie möglich herausfinden. Ich weiß nur, dass diese gottverdammte Hexe durch die Erinnerungen reißt und sie massiv stört.“ Die Stimme der Rothaarigen klingt jetzt nicht mehr so lieblich wie zuvor. Dafür sind dem Wanderer die Fragezeichen wie ins Gesicht geschrieben und er fragt irritiert: „Was für Erinnerungen? Die der Krähen? Aber wie können denn Erinnerungen Schaden nehmen oder gar welchen verursachen? Ich verstehe das alles nicht.“ Ein Lachen, der klingt, als könnte sie jeden Moment bittere Tränen vergießen, entkommt ihren vollen Lippen. „Erinnerungen werden sie nur genannt. In Wahrheit spiegeln sie den Lauf der Geschichte und wenn die Geschichte geändert wird, kann das fatale Folgen haben.“ 

 

Clavis seufzt schwer, als sie in das Gesicht des Wanderers blickt, dass noch immer von imaginären Fragezeichen überzogen zu sein scheint. „Stell Dir vor, jemand würde in die Vergangenheit reisen und deine Eltern töten. Als erstes würde deine eigene Existenz ausgelöscht werden, doch es würde noch schlimmer kommen. Deine Eltern würden nicht mit anderen Personen in Kontakt treten und somit würde ihre Abwesenheit auch andere Schicksale beeinflussen. Wie ein Stein, der auf seinem Weg ins Tal einen größeren Stein anstößt und dieser wieder einen größeren Stein und so weiter, bis sich am Ende ein massiver Gesteinsblock löst und alles vernichtet, was ihm in die Quere kommt.“ 

 

Endlich versteht auch der Wanderer das verheerende Ausmaß seines Wunsches und er blickt betreten zu seinem Gefährten, der noch immer beleidigt auf seiner Schulter verweilt. „Es tut mir leid, Samuel. Es war töricht von mir solch einen Wunsch gehegt zu haben. Ich wollte dich nicht verletzen.“ Beinahe zärtlich kneift ihm die schwarze Krähe in die Nase. „Ich will eurem freudigem Entschuldigungsbekenntnis ja nicht im Wege stehen, aber wir stehen noch immer vor einem großem Problem.“ mischt sich die Hüterin der Schlüssel in das Gespräch der beiden Gefährten ein. Woraufhin der schwarze Wanderer die Liebliche fragt: „Und was genau sollen wir jetzt tun?“ 

 

Die Schöne zeigt mit der linken Hand zu einer der unzähligen Türen, vollführt mit der rechten eine anmutig wirkende Bewegung und sämtliche Schlüssel fliegen plötzlich von ihrer Taille fort, um zu den Türen zu gelangen, zu denen sie gehören. Einer der Schlüssel will auch gerade die Tür öffnen, auf die Clavis gezeigt hat, als eine silberne Karte an ihnen vorbei schwirrt und das Schloss versperrt. Statt des Schlüssellochs ist nun das Ebenbild des Wanderers zu sehen. „Viator, der Reisende.“ knurrt die Rothaarige. Dann stößt sie ein paar unsittliche und nicht sehr damenhafte Flüche aus, bei denen den beiden schwarzen Gefährten die Kinnlade beziehungsweise der Schnabel nach unten klappt und offen stehen bleibt. Samuel ist der Erste, der sich wieder fangen kann: „Bei meinem Schnabel, das letzte Mal hab ich solche Worte in einer schäbigen Seemannskneipe vernommen.“ „Das du nicht einmal deinen vorlauten Schnabel halten kannst.“ flucht der Wanderer und schlägt sich mit der flachen Hand vor die Stirn. Clavis, die mit ihrem roten Haar nun mehr einem brennendem Racheengel gleicht, als einer anmutigen Hüterin, dreht sich aufgebracht zu ihnen um, murmelt ein paar unverständliche Worte und die verhexte Tarotkarte zerspringt in tausend Stücke. „Diese verdammte Hexe.“ stößt sie wütend zwischen den zusammengepressten Zähnen hervor. „Das Miststück werde ich auf jeden Fall noch kriegen.“ Für den Wanderer klingt es, als würden sich Clavis und die graue Hexe gut kennen, doch hat er keine Zeit, um länger darüber nachzudenken, denn als der Schlüssel ins Schloss fliegt und die hölzerne Tür sich öffnet, werden sie erneut in das magische Licht gezogen und ihre Reise beginnt...

Fotograf

Jessica Truscott

www.jessicatruscott.weebly.com

Model

Jessica Truscott

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Bild & Text

Denis 'Raven' Fischer

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 Lektorat Dark Xperience 

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