Dark Xperience - Herzschlag 5 (Infos)

Buchtrailer

Inhaltsverzeichnis

201 - Dein Leben ist eine Lüge

202 - Winterschmerz

203 - Herz aus Eis

204 - Deine Maske

205 - Lügen

206 - Entrinnen

207 - Liebe braucht Zeit

208 - Impressionen (Schicksal)

209 - Kante, Schädel oder Zahl

210 - Normgerecht

211 - (Es ist) Mein Leben

212 - Dankbarkeit

213 - Krankenschwester

214 - Geschichten aus dem Krankenhaus

         (Teil 2)

215 - Darüber spricht man nicht (Teil 1)

216 - Zärtlichkeit

217 - Suizid

218 - Darüber spricht man nicht (Teil 2)

219 - Leben & Tod

220 - Erinnerung

221 - Sanduhr

222 - Darüber spricht man nicht (Teil 3)

223 - Spuren im Schnee

224 - Der alte Fischer

225 - Der letzte Atemzug

226 - Schreie in der Dunkelheit

227 - Neue Hoffnung?

228 - Ungewiss

229 - Apokalypse 2.0 (Teil 1) Das Jüngste                   Gericht

230 - Apokalypse 2.0 (Teil 2) Nuklearer                     Winter

231 - Apokalypse 2.0 (Teil 3) Klimawandel

232 - Apokalypse 2.0 (Teil 4) Künstliche                     Intelligenz

233 - Apokalypse 2.0 (Teil 5) Biohazard

234 - Apokalypse 2.0 (Teil 6) Dunkle                           Bedrohung

235 - Apokalypse 2.0 (Teil 7) Weltuntergang

236 - Wahrheit?

237 - Impressionen (Sinnlos)

238 - Gedankentraumexperiment (Die                       Zukunft?)

239 - Welt der Schatten

240 - Utopia

241 - Medienzombie

242 - Weißes Rauschen

243 - Gefährliche Wirklichkeit

244 - Glauben

245 - Gott (Teil 3) Mein Gott

246 - Licht

247 - Lächle

248 - Hinter dem Horizont

249 - Schneeschmelze

250 - In bin ich (Outro)


Leseprobe

Dein Leben ist eine Lüge

 

Du denkst, das Glück hat dich verpasst,

weil keine Freude du mehr hast,

doch hältst dein Leben für perfekt,

obgleich es sich in dir versteckt.

 

Die freie Zeit wird nicht verschenkt,

es muss so sein, wie du es denkst.

Du hast dein Leben inszeniert

und keinen Partner anvisiert.

 

Du glaubst, wer ohne Schmetterlinge

sich heutzutag' zusammenfinde,

der blieb's zum Schein die meiste Zeit,

für Zank und Zoff und Liebesstreit.

 

Es sind doch alles Pharisäer,

die sogenannten Herzversteher,

die sich noch, selbst nach vielen Jahren,

"Ich liebe dich" einander sagen.

 

Ja, letztlich sei's doch scheißegal

und Liebe stets nur dritte Wahl,

weil jedes Paar, egal wie alt,

es wegen Geld und Kindern bleibt.

 

Du hast dein Leben ausgefüllt

und spürst doch oft, dass etwas fehlt,

doch sag, wie sollte man dich finden,

wenn Ängste dich an Zweifel binden?

 

Wenn's niemals dir gelingt zu stehen

und auf die Menschen zuzugehen,

wer sollt' an deiner Seite sein,

wenn diese Zweifel dich entzwei'n?

 

Wie willst du, die, die niemals kämpft

und stets nur schlechtes, böses denkt,

denn überhaupt 'nen and'ren halten,

wenn diese Zweifel dich zerspalten?

 

Wie willst du eine Partnerschaft,

die auf Vertrau'n und Liebe fasst,

denn letzten Endes gar kreier'n,

wenn nichts du willst dafür riskier'n?

 

Wenn du, die niemals Einsatz zeigt

und stets zur Flucht nach hinten neigt,

nicht willens bist, dein Herz zu teilen,

dann wird kein Partner lang verweilen.

 

Dann hast du letztlich nur erweckt,

was dauerhaft im Herz dir steckt:

Der Glaube, dass die Liebe nie

mehr ist als pure Fantasie.

 

Denn Liebe schmerzt und tut dir weh.

Du tust mir leid, wenn ich dich seh'.

So wirst du nie 'nen Partner finden,

wenn diese Ängste nicht verschwinden.

 

Auf diesem Weg, das kann ich sagen,

erwartet dich bloß Unbehagen,

nur stilles Leid und Einsamkeit,

die tief in deinem Herz verweilt.

 

Doch klopft das Glück an deine Pforte

und bringt dir lächelnd Erdbeertorte,

dann lässt du's einfach nicht herein,

denn niemals willst du glücklich sein.

 

Winterschmerz

 

Es rieselt weiß die Flockenpracht

ganz ohne Ton in dieser Nacht,

die Luft gefriert, die Welt ist kalt

und nur mein Echo widerhallt.

 

Ich will vergessen, dich verbannen,

du bist in meinem Kopf gefangen,

mit Widerhaken in den Wänden

und Ketten, die wohl niemals enden.

 

Mein Herz, es brüllt und schreit vor Frust,

der Schmerz raubt mir die Lebenslust,

es dröhnt und hämmert tief in mir,

aus Angst dich gänzlich zu verlier'n.

 

Ich schließ' die Augen, bann' die Tränen.

Hat niemand Medizin dagegen?

Ich such' den Rausch, der Schmerz erträgt

und mein Begehr zu Grabe trägt.

 

Mein Herz erstickt, kriegt keine Luft,

in dieser kalten, schwarzen Gruft,

ich fühl' mich ausgebrannt und leer,

ach, wenn ich doch nur bei dir wär'.

 

Dir geht es ähnlich, leidest leise

auf deine eig'ne Art und Weise,

du bist zerrissen, so wie ich

und willst und sehnst und kannst doch nicht.

 

Dein Körper bebt und schreit vor Gier,

dein Herz, es weint, verlangt nach mir,

doch sagt dein Kopf, ich darf nicht sein,

nie wieder, geh, lass mich allein!

 

Du solltest fühlen, was ich spür',

wenn ich ganz sacht dein Herz berühr'

und tränenreich mein Geist zerbricht,

weil du in meiner Näh' nicht bist.

 

Ich hab noch nie so stark empfunden,

wir sind vereint, im Herz verbunden,

drum kann ich nicht so einfach gehen,

nicht ohne selbst dran zu vergehen.

 

Gedanken brennen aufgebracht,

hast mich um den Verstand gebracht,

ich werde kämpfen bis dein Licht

nicht mehr an meinem Herz zerbricht.

 

Doch fürcht' ich, dass es nichts mehr bringt

und deine Angst dies' Spiel gewinnt,

und bete trotzdem, dass dein Licht

schon bald erneut in meinem ist.

 

Und Flocken rieseln weiter nieder,

bedecken meine kalten Glieder,

und int'ressieren sich nicht für,

ob jemals ich dich wieder spür'.

 

Herz aus Eis

 

Wir waren zusammen.

Kannst du's nicht erkennen?

Mein Herz stand in Flammen.

Ich war am Verbrennen.

 

Ich hab dich geliebt.

War Feuer in dir?

Du hast nur gespielt.

Du lässt mich erfrier'n.

 

Ich kann nicht vergessen.

Du bist doch mein Herz.

Es wäre vermessen

zu lindern den Schmerz.

 

War glücklich mit dir,

doch musste dann gehen.

Warst du's nicht mit mir?

Ich kann's nicht verstehen.

 

Gedanken sind schwer.

Du hast mich verletzt.

Mein Schädel ist leer.

Wo bist du denn jetzt?

 

Ich bin so entsetzt.

Was soll ich nur machen?

Du hast mich ersetzt.

Bestimmt schon seit Wochen.

 

Du hast mich gefangen,

doch ließest mich gehen.

Mein stilles Verlangen,

das kannst du nicht sehen.

 

Was ist bloß geschehen?

Vermisst du mich nicht?

Ich werde es sehen

und denke an dich.

 

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