LebeLyrik - Geisterstunde (Infos)

Buchtrailer

Der Trailer ist noch in Arbeit...
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Inhaltsverzeichnis

01 - Wenn die Nacht erwacht (Dark Xperience)

02 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 1)

03 - Geisterstunde 2016 (Corinna Herntier)

04 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 2)

05 - Süßes, sonst gibt's Saures (Diana Scherer)

06 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 3)

07 - Halloween (Miranda Rathmann)

08 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 4)

09 - Halloween oder Die Nacht der Geister, des Spuks & Hexentanz (Marianne Bahls)

10 - Die Nacht des 11. Vollmonds des Jahres (Elisabeth Zuralski)

11 - All Hallow's Eve (Delk Danwe)

12 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 5)

13 - Der Nachtmahr (Roland Spewak)

14 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 6)

15 - Ludwig und die heiligen Geister (Xenia Cosmann)

16 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 7)

17 - Ein Klacken drang durch die Nacht (Alexander P. Tschirk)

18 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 8)

19 - Marie (Steffi Krumbiegel)

20 - Mein Freund, der Kürbis (Teil 9)

21 - Die Geschichte von Jack und der Kürbislaterne

Leseprobe

Mein Freund, der Kürbis (Teil 1)

 

Tief steht die Sonne am Abendhimmel und legt ihre letzten roten Strahlen wie Finger über die herbstliche Landschaft. Und auch das wolkenlose Firmament tauscht sein strahlendes Blau allmählich gegen das Schwarz der Nacht ein.

 

Noch ist alles ruhig in dem kleinen Städtchen, in dem unsere Geschichte spielt. Beschaulich und friedlich. Die Amseln und Krähen sitzen auf den kahler werdenden Ästen und krächzen ihre schwarzen Lieder, während die verbliebenen bunten Blätter eines nach dem anderen gemütlich zur Erde segeln.

 

Um welchen Ort es sich handelt, spielt keine Rolle. Es könnte jede Kleinstadt und jedes Dorf sein. Ja, vielleicht sogar die Stadt, aus der du kommst oder womöglich sogar die, in der du in diesem Augenblick verweilst. Wer weiß das schon. Willst du das wirklich so genau wissen?

 

Tiefer und tiefer versinkt die Sonne, bis sie letztlich der Nacht ihren Platz überlässt. Gleich ist es wieder soweit …

 

Geisterstunde 2016

 

Dunkelheit liegt schwer im Walde,

kriecht voran in weite Flur.

Mondschein fällt auf nahe Halde,

kalt, mit silberglänzend Spur.

 

Erst die Stille, dann ein Tönen,

Klänge wie von Mönchsgesang

und ein schauderhaftes Stöhnen.

Diese Nacht wird’s vielen bang!

 

Huuuh!

 

 

Eulenruf ! Dann Flügelflattern!

Aufgeregt nimmt sie Reißaus.

Alte Geister, Nachtgevattern

schleichen bald um jedes Haus.

 

In Laternen flackern Kerzen,

wild springt Licht ins Schattenreich.

Geister treiben’s bunt, sie scherzen,

Schalkgesichter, grausigbleich!

 

Buuuh!

 

Hört! Abscheuliche Gestalten

krächzen ihre Weisen heut.

Diese Nacht gibt es kein Halten.

Wesen kreisen, die nichts scheut!

 

Mein Freund, der Kürbis (Teil 2)

 

Seht euch all die kleinen Gruselgestalten an, die es mit einem Schlag auf die Straßen treibt. Eine kleine Hexe streitet sich mit einer pinken Fee, wer von beiden wohl den besseren Zauberstab besitzt. Eine Mumie läuft mit Graf Dracula um die Wette, während ein Werwolf in Ausbildung um Süßigkeiten bettelt.

 

Auch Billy ist in dieser Nacht unterwegs. So wie viele andere in seinem Alter auch. Der einzige Unterschied zu ihnen ist: Billy ist allein. Sein Vater und seine Mutter, er ein angesehener Polizist und sie eine leidenschaftliche Krankenschwester, hatten in den Sommerferien beschlossen, dass es wohl das beste für ihren Jungen wäre, wenn sie in eine kleinere Ortschaft ziehen würden. Weit weg von den Problemen, die das Großstadtleben mit sich gebracht hatte.

 

Billy konnte sich schmerzhaft daran erinnern. Am schlimmsten waren die Jungs aus der zehnten Klasse, die ihm tagtäglich sein Pausenbrot streitig machten oder ihm zum Spaß herum schubsten. Manchmal stießen sie ihn auch die Treppe herunter, so dass er mit blauen Flecken nach Hause kam. "Du musst lernen, dich zu wehren.", hatte ihm sein Vater immer und immer wieder gepredigt, aber wie sollte Billy das mit seinen 11 Jahren anstellen? Mehr als ein paar Worte konnte er von seinem alten Herren nicht erwarten, denn dieser war zu sehr damit beschäftigt, die Bösewichte zu fangen, die es scheinbar zu hunderten in den riesigen Betonklötzen gab. Und auch seine Mutter, wenn gleich sie sich jeden Tag aufs Neue um seine Wunden kümmerte, hatte nie wirklich Zeit für ihn. Ja, an manchen Tag musste sie so viel tun, dass sie nicht einmal zum Schlafen nach Hause kam. Dann musste er sich seine Brote selber schmieren. Aber das war okay. Irgendwie war er schon sein ganzes Leben lang allein gewesen.

 

Doch hier, in dieser fremden Stadt, fühlte er sich noch einsamer als sonst. Hier kannte er niemanden. Selbst die Kinder aus seiner neuen Klasse mieden ihn größtenteils. Als könnte er sie mit einer schlimmen Krankheit oder dergleichen anstecken. Doch warum das so war, konnte sich Billy beim besten Willen nicht erklären.

 

Seufzend setzt der Junge seine Zombie-Maske auf und macht sich auf den Weg, um ein paar Süßigkeiten zu ergattern …

 

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